15CDV6 ist ein kohlenstoffarmer Chrom-Molybdän-Vanadium-Legierungsstahl, der speziell für hochbelastete Strukturbauteile in der Luft- und Raumfahrt, im Motorsport und in der Verteidigungsindustrie entwickelt wurde. Seine Zusammensetzung umfasst etwa 0,15 % Kohlenstoff, 1,4 % Chrom, 0,9 % Molybdän und 0,25 % Vanadium. Der niedrige Kohlenstoffgehalt gewährleistet sehr gute Schweißbarkeit ohne Risiko von Kaltrissen, während Chrom die Härtbarkeit und Oxidationsbeständigkeit verbessert. Molybdän erhöht die Festigkeit sowohl bei Raum- als auch bei erhöhten Temperaturen, und Vanadium fördert eine feinkörnige Mikrostruktur mit hoher Zähigkeit. Dieser Stahl kann wärmebehandelt werden, um Zugfestigkeiten von über 1100 MPa zu erreichen, wobei gleichzeitig eine gute Duktilität und Schlagzähigkeit erhalten bleibt. 15CDV6 ist bekannt dafür, eine höhere Streckgrenze als SAE 4130 zu bieten und gleichzeitig bessere Schweißeigenschaften als höherfeste Alternativen wie 30HGSA aufzuweisen.
15CDV6 ist ein kohlenstoffarmer legierter Stahl mit sehr guter Streckgrenze. Es hat auch eine sehr gute Zähigkeit und eine ausgezeichnete Schweißbarkeit. Das Schweißen kann ohne nachträgliche Wärmebehandlung und mit vernachlässigbarem Eigenschaftsverlust erreicht werden. Verwandte Spezifikationen - W.Nr 1.7734, AIR 9160C, GT1000.
Sein wesentliches Merkmal ist die Möglichkeit, ohne anschließende Wärmebehandlung geschweißt zu werden, wobei die mechanischen Eigenschaften nahezu vollständig erhalten bleiben. Diese einzigartige Eigenschaft vereinfacht Fertigungsprozesse erheblich, reduziert Produktionskosten und ermöglicht die Herstellung komplexer struktureller Baugruppen, die mit herkömmlichen hochfesten Stählen mit nachfolgender Wärmebehandlung nur schwer realisierbar wären.
Die Zusammensetzung des Stahls enthält sorgfältig abgestimmte Anteile von Chrom (1,25–1,50 %), Molybdän (0,80–1,00 %) und Vanadium (0,20–0,30 %) bei gleichzeitig niedrigem Kohlenstoffgehalt (0,12–0,18 %). Diese gezielte chemische Zusammensetzung ermöglicht Zugfestigkeiten zwischen 980 und 1280 MPa, abhängig vom Wärmebehandlungszustand, sowie Streckgrenzen über 930 MPa im vollständig gehärteten Zustand. Chrom verbessert die Härtbarkeit und erhöht die Beständigkeit gegenüber Hochtemperaturbeanspruchung, während Molybdän die Gesamtfestigkeit und Kriechbeständigkeit erhöht. Vanadium bildet feine Karbide, die zur Kornverfeinerung beitragen und dadurch Zähigkeit sowie Schlagfestigkeit verbessern.
Bei korrekter Vergütung (Härten und Anlassen) kann 15CDV6 (W.Nr. 1.7734, AIR 9160C, GT1000) Härtewerte von 291–352 HB erreichen, wodurch eine hervorragende Verschleißbeständigkeit für Bauteile mit Gleitkontakt und Abrasion gewährleistet wird. Zudem weist der Werkstoff ein günstiges Festigkeits-Gewichts-Verhältnis auf und eignet sich daher besonders für gewichtsoptimierte Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt.
Die thermische Stabilität von 15CDV6 ermöglicht den Einsatz bei Betriebstemperaturen bis etwa 400 °C, ohne signifikante Eigenschaftsverluste. In Kombination mit hoher Ermüdungsfestigkeit unter zyklischer Belastung eignet sich der Werkstoff besonders für Bauteile mit wiederholten Belastungszyklen und Temperaturschwankungen.
Typische Anwendungen umfassen Überrollkäfigstrukturen für Rennfahrzeuge, Druckbehälter für Raketenantriebssysteme, Gehäuse von Feststoffraketenmotoren, Flugzeugrumpfstrukturen und Stringer, Fahrwerks- und Aufhängungskomponenten wie Querlenker und Pushrods, strukturelle Hilfsrahmen, Fahrwerkselemente sowie hochbeanspruchte Verbindungselemente in Luft- und Raumfahrtbaugruppen. Die hervorragende Schweißbarkeit ermöglicht die Fertigung komplexer Fachwerk- und Raumrahmenstrukturen, die mit höherkohlenstoffhaltigen Stählen nur schwer herzustellen wären.
Verwandte Produkte
Technische Spezifikation
Verwandte Spezifikationen
Spezifisches Gewicht
Chemische Zusammensetzung (WT %)
Typical Mechanical Properties (in the solution treated condition)
Was ist 15CDV6-Legierungsstahl?
Kann 15CDV6 ohne Wärmebehandlung geschweißt werden?
Ja. Eine der wichtigsten Eigenschaften von 15CDV6 ist seine Fähigkeit, im vollständig wärmebehandelten Zustand geschweißt zu werden, ohne Vor- oder Nachwärmebehandlung.
Im Gegensatz zu vielen hochfesten Stählen, die beim Schweißen spröde werden oder Kaltrisse entwickeln, ermöglicht die niedrige Kohlenstoffchemie und ausgewogene Legierungszusammensetzung des 15CDV6 das Schweißen mit Standardverfahren wie TIG (GTAW), MIG (GMAW) und Lichtbogenhandschweißen (SMAW) mit minimalem Risiko von Rissbildung oder Eigenschaftsverlusten in der Wärmeeinflusszone. Eine korrekte Nahtvorbereitung, geeignete Zusatzwerkstoffe (z. B. 8CD12) und kontrollierter Wärmeeintrag bleiben dennoch wichtig.
Der Wegfall einer obligatorischen Wärmebehandlung nach dem Schweißen reduziert jedoch die Fertigungskomplexität und Kosten erheblich.
15CDV6 wird häufig in hochbelasteten und gewichtsoptimierten Anwendungen eingesetzt. In der Luft- und Raumfahrt umfasst dies Rumpfstrukturen, Stringer, Fahrwerkskomponenten, Raketenmotorhüllen, Druckbehälter und strukturelle Verbindungselemente.
Im Motorsport wird 15CDV6 für Überrollkäfige, Fahrwerkskomponenten wie Querlenker und Spurstangen, Fahrzeughilfsrahmen und Radträger eingesetzt.
Vergleich mit anderen Luftfahrtstählen
Im Vergleich zu SAE 4130 (25CrMo4) bietet 15CDV6 eine höhere Streckgrenze (ca. 930 MPa gegenüber 650–850 MPa) bei ähnlicher Schweißbarkeit.
Im Vergleich zu 30HGSA bietet 15CDV6 vergleichbare Festigkeiten, jedoch deutlich bessere Schweißeigenschaften, da eine nachträgliche Wärmebehandlung entfällt.
Der Vanadiumzusatz führt zu feinerem Korn, wodurch Schlagzähigkeit und Ermüdungsfestigkeit verbessert werden.
Was ist 15CDV6-Legierungsstahl?
15CDV6 ist ein kohlenstoffarmer Chrom-Molybdän-Vanadium-Legierungsstahl, der speziell für hochbeanspruchte strukturelle Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, im Motorsport und in der Verteidigungsindustrie entwickelt wurde. Seine Zusammensetzung umfasst etwa 0,15 % Kohlenstoff, 1,4 % Chrom, 0,9 % Molybdän und 0,25 % Vanadium. Der niedrige Kohlenstoffgehalt gewährleistet hervorragende Schweißbarkeit ohne Risiko von Kaltrissen, während Chrom die Härtbarkeit und Oxidationsbeständigkeit verbessert. Molybdän erhöht die Festigkeit sowohl bei Raumtemperatur als auch bei erhöhten Temperaturen, und Vanadium fördert eine feinkörnige Mikrostruktur, die eine hohe Zähigkeit ermöglicht. Dieser Stahl kann wärmebehandelt werden, um Zugfestigkeiten von über 1100 MPa zu erreichen, während gleichzeitig eine gute Duktilität und Schlagzähigkeit erhalten bleiben. 15CDV6 bietet eine höhere Streckgrenze als SAE 4130, bei gleichzeitig besserer Schweißbarkeit als höherfeste Alternativen wie 30HGSA.
Kann 15CDV6 ohne Wärmebehandlung geschweißt werden?
Ja. Eine der wichtigsten Eigenschaften von 15CDV6 ist seine Fähigkeit, im vollständig wärmebehandelten Zustand geschweißt zu werden, ohne Vorwärmen oder nachfolgende Wärmebehandlung.
Im Gegensatz zu vielen hochfesten Stählen, die beim Schweißen spröde werden oder Kaltrisse entwickeln, ermöglicht die kontrollierte kohlenstoffarme Zusammensetzung des 15CDV6 das Schweißen mit Standardverfahren wie TIG (GTAW), MIG (GMAW) und Lichtbogenhandschweißen (SMAW) mit minimalem Risiko von Rissbildung oder Eigenschaftsverlusten in der Wärmeeinflusszone.
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